Noam Chomsky: Trump’s “Economic Boom” Is A Sham

Donald Trump ran a campaign — and won the 2016 presidential election — based on unorthodox tactics, whereby he used irrational provocation to defy traditional political norms and make a mockery of established beliefs on both domestic and international issues confronting the United States. Amazingly enough, Trump has continued his instinctual political posturing even as president, dividing the nation and causing severe friction with the traditional allies of the U.S. Yet, his unorthodox tactics and irrational leadership style appear to remain a winning formula as current polls indicate that, unless something dramatic happens, Trump may very well be re-elected in 2020 by an even bigger margin.

How do we make sense of Trump’s continuing popularity? Noam Chomsky, one of the most respected public intellectuals alive, shares his insights on Trump’s actions in the exclusive Truthout interview that follows.

C.J. Polychroniou: Noam, I want to start by asking you to reflect on Trump’s political posturing and leadership style and explain to us how this apparently “irrational” president continues to enjoy unquestionable support among nearly half of all voters and has managed to turn the GOP into his own fiefdom.
Noam Chomsky: Whatever one thinks of Trump, he is a highly skilled politician, with a good sense of how to gain popular approval, even virtual worship in some circles. His job approval just passed 50 percent for the first time, according to the latest Zogby poll.

He certainly has taken control of the GOP, to quite a remarkable extent. He’s been very successful with his two constituencies: the primary one, wealth and corporate power; and the voting base, relatively affluent fairly generally, including a large bloc of Christian evangelicals, rural whites, farmers, workers who have faith in his promises to bring back jobs, and a collection of others, some not too admirable.

It’s clear why the primary constituency is mostly delighted. Corporate profits are booming. Wealth continues to be concentrated in very few hands. Trump’s administration is lavishing them with gifts, including the tax bill, the main legislative achievement, across-the-board deregulation, and rapidly increasing fossil fuel production. He and McConnell — in many ways the evil genius of the administration — are packing the judiciary with reactionaries, guaranteeing the interests of the corporate sector and private wealth even after these “glory days” are past. They don’t like his trade wars, which are causing disruption of global supply chains, but so far at least that’s outweighed by his dedicated service to their welfare. Read more

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Horst Cloß ~ Rückkehr ans Elternhaus war eine sehr emotionale Sache

Foto’s: Wochenblatt-Reporter.de

Wochenblatt- Reporter de. Nachfahren van Paula Bermann Erstmals in der Kreisstadt

Kusel. Ein weiterer Stolperstein erinnert am Haus Gartenstraße 8 daran, welch schreckliches Schicksal vielen jüdischen Mitbürgern während der Nazizeit widerfahren ist. Das Haus Gartenstraße 8 war das Geburtshaus der Eltern von Paula Bermann, die ihre Kindheit und Jugend in diesem Haus verbrachte, dann aber 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam.

Der Arbeitskreis „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ im protestantischen Dekanat Kusel hatte diese Veranstaltung unter Mitwirkung von Regine und Gerhard Berndt ins Leben gerufen.
Elf Angehörige aus der Familie von Paula Bermann, die in den Niederlanden wohnen, waren der Einladung zur gemeinsamen Verlegung eines Stolpersteines gefolgt.
Bereits am Abend zuvor las Roland Paul aus dem Tagebuch von Paula Bermann Passagen bei einer Veranstaltung im Katharina von Bora-Haus vor.
Der vielsagende Titel „Die entgleiste Welt“ weckte dabei viele Erinnerungen dieser schrecklichen Zeit.
Hauptakteure dieser Gedenk-Veranstaltung waren Schülerinnen und Schüler des Siebenpfeiffer-Gymnasiums zusammen mit Ulrich Reh, Schulpfarrer am Gymnasium.
Die Neuntklässler umrahmten die Feier mit Musik und Textbeiträgen, in denen sie sich dem Thema „Zivilcourage“ widmeten.
Stadtbürgermeisterin Ulrike Nagel drückte ihre Freude darüber aus, dass die Gäste der Stadt Kusel die Gelegenheit böten, gemeinsam das Andenken weiterzutragen.
Dr. Larissa Janzewitsch, Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde aus Kaiserslautern, war besonders von der Anwesenheit sovieler junger Menschen beeindruckt, was für sie „ein gutes Zeichen für die Zukunft“ bedeute.
Eingangs hatte Linda Bouws, Enkelin von Paula Bermann, die Hoffnung ausgesprochen, dass damit die „Stimme der Großmutter“ in der Erinnerung bleibe.
Den Stolperstein als Abschluss der Feier setzte Lucy Barton, Ur-Ur-Enkelin von Paula Bermann, zu bereits vorhandenen vier Stolpersteinen von Angehörigen der Familie Bermann.

Link: https://www.wochenblatt-reporter.de/rueckkehr-ans-elternhaus

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Joseph Roth ~ Die Flucht ohne Ende

Kapittel 1 ~ Vorwort
Im folgenden erzähle ich die Geschichte meines Freundes, Kameraden und Gesinnungsgenossen Franz Tunda.
Ich folge zum Teil seinen Aufzeichnungen, zum Teil seinen Erzählungen.

Ich habe nichts erfunden, nichts komponiert. Es handelt sich nicht mehr darum, zu »dichten«. Das wichtigste ist das Beobachtete.
Paris, im März 1927
Joseph Roth

Kapittel 2

Der Oberleutnant der österreichischen Armee Franz Tunda geriet im August des Jahres 1916 in russische Kriegsgefangenschaft. Er kam in ein Lager, einige Werst nordöstlich von Irkutsk. Es gelang ihm, mit Hilfe eines sibirischen Polen zu fliehen. Auf dem entfernten, einsamen und traurigen Gehöft des Polen, am Rande der Taiga, blieb der Offizier bis zum Frühling 1919.

Waldläufer kehrten bei dem Polen ein, Bärenjäger und Pelzhändler. Tunda hatte keine Verfolgung zu fürchten. Niemand kannte ihn. Er war der Sohn eines österreichischen Majors und einer polnischen Jüdin, in einer kleinen Stadt Galiziens, dem Garnisonsort seines Vaters, geboren. Er sprach polnisch, er hatte in einem galizischen Regiment gedient. Es fiel ihm leicht, sich für einen jüngeren Bruder des Polen auszugeben. Der Pole hieß Baranowicz. Tunda nannte sich ebenso.

Er bekam ein falsches Dokument auf den Namen Baranowicz, war nunmehr in Lodz geboren, im Jahre 1917 wegen eines unheilbaren und ansteckenden Augenleidens aus dem russischen Heer entlassen, von Beruf Pelzhändler, wohnhaft in Werchni Udinsk.

Der Pole zählte seine Worte wie Perlen, ein schwarzer Bart verpflichtete ihn zur Schweigsamkeit. Vor dreißig Jahren war er, ein Strafgefangener, nach Sibirien gekommen. Später blieb er freiwillig. Er wurde Mitarbeiter einer wissenschaftlichen Expedition zur Erforschung der Taiga, wanderte fünf Jahre durch die Wälder, heiratete dann eine Chinesin, ging zum Buddhismus über, blieb in einem chinesischen Dorf als Arzt und Kräuterkenner, bekam zwei Kinder, verlor beide und die Frau durch die Pest, ging wieder in die Wälder, lebte von Jagd und Pelzhandel, lernte die Spuren der Tiger im dichtesten Gras erkennen, die Vorzeichen des Sturms an dem furchtsamen Flug der Vögel, wußte Hagel- von Schnee- und Schnee- von Regenwolken zu unterscheiden, kannte die Gebräuche der Waldgänger, der Räuber und der harmlosen Wanderer, liebte seine zwei Hunde wie Brüder und verehrte die Schlangen und die Tiger. Er ging freiwillig in den Krieg, schien aber seinen Kameraden und den Offizieren schon in der Kaserne so unheimlich, daß sie ihn als einen Geisteskranken wieder in die Wälder entließen. Jedes Jahr, im März, kam er in die Stadt. Er tauschte Hörner, Felle, Geweihe gegen Munition, Tee, Tabak und Schnaps ein. Er nahm einige Zeitungen mit, um sich auf dem laufenden zu halten, glaubte aber weder den Nachrichten noch den Artikeln; selbst an den Inseraten zweifelte er. Seit Jahren ging er in ein bestimmtes Bordell, zu einer Rothaarigen, Jekaterina Pawlowna hieß sie. Wenn ein anderer bei dem Mädchen war, wartete Baranowicz, ein geduldiger Liebhaber. Das Mädchen wurde alt, es färbte seine silbernen Haare, verlor einen Zahn nach dem andern und sogar das falsche Gebiß. Jedes Jahr brauchte Baranowicz weniger zu warten, schließlich war er der einzige, der zu Jekaterina kam. Sie begann ihn zu lieben, das ganze Jahr brannte ihre Sehnsucht, die späte Sehnsucht einer späten Braut. Jedes Jahr wurde ihre Zärtlichkeit stärker, ihre Leidenschaft heißer, sie war eine Greisin, mit welkem Fleisch genoß sie die erste Liebe ihres Lebens. Baranowicz brachte ihr jedes Jahr die gleichen chinesischen Ketten und die kleinen Flöten, die er selbst schnitzte und auf denen er die Stimmen der Vögel nachahmte.

Weiter lesen: https://gutenberg.spiegel.de/die-flucht-ohne-ende-8647/2

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Alemannia-Judaica ~ Die Synagoge in Kusel

Stefan Engel – Esse percipi – Die Plastik erinnert an den Betsaal der Jüdischen Kultusgemeinde in Kusel, der an dieser Stelle bis zum 10.11.1938 unbeschädigt stand und dann geschändet wurde.

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

In Kusel bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück.
Bereits im Mittelalter gab es Juden in der Stadt, die von der Verfolgung in der Pestzeit 1348/49 betroffen waren.
Spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts waren wieder einige Juden/jüdische Familien in der Stadt. Im jüdischen Friedhof in Thallichtenberg ist das Grab eines 1761 in Kusel gestorbenen Juden. 1776 gab es zwei jüdische Familien in der Stadt.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1827 13, 1848 30 jüdische Einwohner in sieben Familien, 1875 30, 1900 55 in 20 Familien von insgesamt 3.122 Einwohnern). Zur jüdischen Gemeinde gehörten 1854 auch die wenigen in Diedelkopf und Altenglan wohnenden jüdischen Personen.

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule und ein rituelles Bad.  Die Toten der Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof in Thallichtenberg beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die Gemeinde gehörte zum Bezirksrabbinat in Kaiserslautern.

Um 1924, als zur Gemeinde etwa 65 Personen gehörten (2,2 % von insgesamt etwa 3.000 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Max Weil und Alfons Oppenheimer. Die Stelle des Lehrers war damals gerade unbesetzt. 1932 waren die Gemeindevorsteher Max Weil (1. Vors. und Schriftführer), Ernst Bermann (2. Vors.) und Artur Steiner (3. Vors.). Damals waren die jüdischen Familien im Leben der Stadt völlig integriert. Eine Reihe von Einzelhandelsgeschäfte (darunter vier Textilgeschäfte) gehörte jüdischen Personen /Familien.

Zur jüdischen Gemeinde gehörten seit der Auflösung der dortigen Gemeinden auch die noch an den folgenden Orten lebenden jüdischen Personen: Konken (1924 19, 1932 7 Personen), Ulmet (1924 15, 1932 15) und Eßweiler (Anschluss seit 1906; 1924 11, 1932 7 Personen).

1933 wurden 66 jüdische Einwohner in der Stadt gezählt. In den folgenden Jahren sind die meisten von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 1938 waren noch 54 jüdische Personen in der Stadt. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung des Betsaales zerstört; die jüdischen Geschäfte und Wohnhäuser wurden überfallen und demoliert. Jüdische Männer der Gemeinde wurden in das KZ Dachau verschleppt. Die Frauen und Kinder wurden in Richtung der französischen Grenze transportiert, um sie abzuschieben. Da jedoch Frankreich seine Grenze geschlossen hielt, wurden sie nach Mainz gebracht und dort auf freien Fuß gesetzt; nur einige von ihnen kehrten nach Kusel zurück. Die letzten verbliebenen jüdischen Einwohner wurden im Oktober 1940 nach Gurs deportiert.

Von den in Kusel geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des “Gedenkbuches – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“): Clara Bermann geb. Maier (1895), Hildegard Bermann (1927), Adolf Borg (1890), Isidor Borg (1894), Sally Frank (1909), Emma Guthmann geb. Steiner (1878), Kurt Guthmann (1909), Simon Herz (1900), Werner Isaak (1931), Jakob Löser (1874m vgl. Kennkarte unten), Jakob Löser (1878), Richard Löser (1903), Elise Mayer-Eppstein (1871), Hans Mayer (1913), Oskar Mayer (1883), Alfons Oppenheimer (1875), Gutella Oppenheimer geb. August (1869), Artur Anselm Maximilian Steiner (1877, vgl. Kennkarte unten), Robert Steiner (1908, vgl. Kennkarte unten), Paula Tuteur (1905), Elise Weil geb. Mayer (1861), Hedwig Weil geb. Mayer (1911), Markus Weil (1877), Otto Weil (1883), Tilly Wolf geb. Landau (1895).

Aus Altenglan sind umgekommen:  Adolf Borg (1890), Isidor Borg (1894), Erika Irmgard Frank (1904).

Aus Ulmet sind umgekommen: Karoline Heumann geb. Rotschild (1885), Elisabeth Kayem geb. Mayer (1907), Frieda Kayem geb. Mayer (1875), Erich Emanuel Maier (1934), Julius Maier (1905), Ludwig Maier (1906), Siegfried Maier (1907), Abraham Mayer (1880), Alfred Mayer (1937), Bernhard Mayer (1883), Hilde Mayer geb. Maier (1887), Juliane Mayer geb. Kahn (1871), Julius Mayer (1903), Kurt Mayer (1932), Leon Mayer (1876), Olga Mayer geb. Baum (1907), Salo Mayer (1940).

Link: http://www.alemannia-judaica.de/kusel_synagoge.htm

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Justus de Visser ~ Spagaat óf balans – Een verkenning van de nooit eindigende spanning tussen nationalisme en Europese integratie

Justus de Visser. Ills. Joseph Sassoon Semah

Na het succes van Justus de Vissers eerste boek Europa – Dáárom (2014) dat hij afsloot met een krachtig pleidooi voor het wij-gevoel (= samen in de EU), heeft hij nu een boek over het spanningsveld tussen het nationalisme en de Europese integratie geschreven. Spagaat of Balans is een heftig pleidooi om samen op te trekken en het debat met elkaar aan te gaan over de liberale democratie en een halt toe te roepen aan de nationalistische afbraak van de Europese orde. Populisme, Brexit, Catalonië, migratie en terrorisme, Turkije, Midden- en Oost-Europa, Rusland, Oekraïne, Georgië, het nationalisme is overal en ze komen in het boek uitgebreid aan bod, voorzien van vele voetnoten.

Spagaat of Balans is een strijdbaar en informatief naslagwerk voor een ieder die is geïnteresseerd in het hedendaagse Europa en zich wil verdedigen tegen nationalisme, xenofobie en illiberalisme. De Europese waarden als democratie, gelijkheid, vrijheid, mensenrechten en de rechtsstaat staan onder druk en moeten worden verdedigd. De Visser roept op te strijden tegen de politici die de sociale rechtsstaat, die de EU wil zijn, van binnenuit bedreigen.

Justus de Visser, die jarenlang diplomaat voor Nederland is geweest en werkzaam was op het Ministerie van Buitenlandse Zaken, ziet de bedreiging van het herlevend nationalisme niet primair als bedreiging van buiten, maar vooral als het ‘Kwaad’ in ons zelf. De Visser stelt zichzelf de vraag waar de liefde voor het eigen vaderland, dat wat we patriotisme noemen, de zoektocht naar geborgenheid, over gaat in haat tegen de ander, dat nationalisme is (dit onderscheid ontleent hij aan de vroegere Duitse Bondspresident Von Weiszäcker). Nationalisme is voor De Visser vooral een op mythe gebaseerd identiteitsbesef, zoveel verschillen we niet van elkaar. Het nationalisme komt vooral voort uit angst en gebrek aan erkenning en respect en dat brengt agressief gedrag met zich mee. De kiezer wil de natiestaat terug en politici spelen handig in op deze angst- en onlustgevoelens. We trekken steeds meer muren op, fysiek en mentaal. De grenzen komen weer terug en dat levert spanning op met de Europese eenwordingsambitie.

21eeuwse nationalisme leidt tot 21eeuwse machtspolitieke confrontaties, ook buiten Europa. President Trump maakt handig gebruik van nationale gevoelens zonder dat de consequenties zijn te overzien. Wat er buiten de grenzen van Europa gebeurt heeft enorme invloed op Europeanen en daarom moeten wij hechter aaneen sluiten, Europa moet verder integreren, zeker nu Amerika afstand neemt van Europa.

‘We kunnen niet langer volstaan een wetgevingsmachine te zijn, we zullen ook samen geopolitiek moeten gaan bedrijven, veiligheids- en defensiebeleid daaronder begrepen. Er valt geen tijd te verliezen- jammer genoeg is dat besef nog niet levend genoeg’, aldus Justus de Visser. Het is tijd voor een nieuwe politieke daadkracht. Read more

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Van stolperstein, schaamte en symboliek

Grafsteen van de familie Bermann op de Joodse begraafplaats in Kusel

‘Hoe denkt jouw generatie over ons, over de geschiedenis?’ vraagt mevrouw Ulrike Nagel, de burgemeester van Kusel, aan Lucy Barten, de achterachterkleindochter van Paula Bermann, tijdens de afscheidsmaaltijd maandagmiddag. Lucy, bijna 18, glimlacht en vertelt dat haar generatie niet meer denkt aan schuld of aan de ‘slechte’ Duitser. Maar dat de Holocaust uiteraard een niet uit te wissen onderdeel is van de familiegeschiedenis.
Mevrouw Nagel vindt het ontroerend dat Lucy en de familie naar Kusel zijn gekomen. ‘Ik ben van de generatie die zich schaamt. Schaamte voor wat onze ouders u hebben aangedaan.’
Schaamte en schuld huren soms alle twee een kamer in hetzelfde huis.

De bewerking van het dagboek Deze ontspoorde wereld kreeg Elma Drayer vorig jaar zo in haar greep dat ze afreisde naar Konken en Kusel. In Konken bezocht ze het geboortehuis van Paula Bermann, in Kusel het huis waar de familie Bermann woonde vanaf Paula haar tiende.
In de lokale boekhandel kocht Elma Drayer een boekje over de geschiedenis van de kleine Joodse gemeenschap in Kusel. Linda Bouws nam namens de familie contact op met de auteur, Gerhard Berndt.
Met als gevolg dat een deel van de nabestaanden afgelopen weekeinde op uitnodiging van de stad Kusel, het echtpaar Gerhard en Regina Berndt en de Arbeitskreis Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung naar Duitsland afreisde om de plaatsing van de stolperstein ter nagedachtenis aan Paula Bermann bij te wonen.

Stadswandeling Kusel

Zondagmiddag wandelden we aan de hand van Gerhard Berndt langs andere stolpersteinen in het stadje. Hij vertelde over de geschiedenis van de jodenvervolging in Kusel, ondertussen wijzend op verschillende gebouwen en huizen die een rol hebben gespeeld in de geschiedenis van de familie Bermann.
Meer dan 100 mensen waren ‘s avonds naar het stadhuis gekomen voor de lezing over het dagboek. Dominee Ulrich Reh hield een korte inleiding, waarna Tom Bouws namens de familie sprak. De historicus Roland Paul bleek de juiste stem te hebben om fragmenten uit het dagboek voor te lezen, Linda Bouws beantwoordde vragen uit de zaal.

Maandagochtend mochten we vroeg opstaan. Om acht uur ging het richting Konken, het geboortedorp van Paula Bermann. Het echtpaar Feyer dat in het geboortehuis woont, heette de familie meer dan hartelijk welkom. Op het erf stond een tafel met schnapps en een hapje klaar.

Daarna werd de Joodse begraafplaats bezocht. Daar liggen een aantal familieleden van Paula Bermann, waaronder haar ouders. In kleine kring werd het Kaddisj voor de rouwenden voorgelezen.
De grafsteen bleek vernield te zijn. Twintig jaar geleden hebben neo-nazi’s 23 stenen op het oude kerkhof kapotgeslagen.

Terug in Kusel was de Gartenstrasse afgezet en kwamen belangstellenden en scholieren van het gymnasium samen om de plaatsing van de stolperstein voor Paula Bermann bij te wonen.
Na een kort welkomswoord van dominee Ulrich Reh, vertelde de burgemeester dat het haar diep raakte dat de familie naar Kusel was gekomen. Mevrouw Larissa Janzewitsch, de plaatsvervangend voorzitter van de Joodse gemeenschap in Rheinland Pfalz, vond het hoopvol dat er zo veel schooljeugd bij deze herdenking betrokken was. Dat geeft moed voor de toekomst.
Linda Bouws bedankte alle betrokkenen en vertelde dat de plaatsing van de struikelsteen de familie goed doet. Alsof Paula Bermann weer herenigd is met haar familie. En met de stad Kusel. Ook spreekt Linda Bouws de hoop uit dat hiermee de stem van haar grootmoeder blijvend met de stad verbonden is en blijft. Een stad die Paula Bermann, zo schrijft ze in haar dagboek, na de oorlog met haar kinderen een keer hoopte te bezoeken. Omdat ze er zulke dierbare herinneringen aan heeft.

Lucy Barten, achterachterkleinkind van Paula Bermann, plaatst de stolperstein

De stolperstein werd daarna geplaatst door Lucy Barten, het zeventienjarige achterachterkleinkind van Paula Bermann.
Leerlingen van de middelbare school speelden tussen de toespraken door ondermeer Que sera sera en Hava Nagila.
Ook lazen twee scholieren een gedicht voor waarin werd opgeroepen om waakzaam te blijven.
De stukgeslagen grafsteen van de familie laat zien dat die oproep niet overbodig is.
In die zin is dat graf een symbool. Een symbool voor een wereld die zomaar weer kan ontsporen.

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